Sonntag, 09.02.2020

Viñales

Die Busfahrt nach Viñales war echt schön. Raus aus der dreckigen, mit Abgasen überschwemmten Stadt und rein ins Grüne. Ein kleiner bunter Ort, in dem an jeder Hütte das Zeichen der Casas particulares hängt. Ein Ort der vom Tourismus lebt, ihn aber nicht im Straßenbild haben will. Wir steigen aus dem Bus und es kommen uns 30 Visitenkarten entgegen, die in den Händen der dreißig Frauen dahinter herum gewedelt werden. Alle warten sie auf die täglichen Touribusse, um ihre Casas zu vermieten, sprechen dabei kein Englisch außer „maybe later“. Naja die junge Generation hat über Hostelworld schon die einzige dort dargebotene Casa particular gebucht. Doch das will eine Frau auf dem Fahrrad neben uns nicht wahrhaben während sie uns ein paar Meter mit den immer gleichen Fetzen Englisch verfolgt. Wir werden von Teresa und Zunilda schon erwartet, ich glaube Mutter und Tochter... Töchterchen spricht super Englisch, sodass wir sie direkt über all die Tourisachen ausfragen. Wir können alles bei ihr buchen, sie hat natürlich die Connections. Leider war die versprochene Internet-Connection eine kleine verarsche... geht nur mit den Internetkarten, die man selbstverständlich käuflich erwerben muss... also quasi wie ein öffentlicher Hotspot, die wir noch nicht nutzten. (Deswegen kommen die Einträge alle gleichzeitig). Wir ziehen los, um etwas zu schnabulieren und free Wifi zu genießen. Werden schnell fündig, da die Restaurantbesitzer das Verlangen der Generation WhatsApp und co. schnell durchschaut haben... perfektes Lockmittel. Sabrina wählt Thunfisch und ich mein immer selbstgemachtes Lieblingsgericht aus den Zeiten bevor der Drang des bewussten und reduzierten Fleischkonsums auch mit gepackt hat. Wie sich später herausstellt, begleitet von einem Schlag des Karmas in den Magen. Aufgrund des WiFis können wir uns mit Leuten aus dem Hostel in Havanna verabreden. Es ist Samstag Abend, ganz Viñales trifft sich auf der Hauptstraße, um zu Musik aus riesigen Boxen zu tanzen und sich den ein oder anderen Cocktail vom Straßenrand zu gönnen. Die Restaurants stellen ihre Tische auf die abgesperrte Straße, wo sich jung und alt trifft. Super Stimmung, der Mojito schmeckt und wir treffen auch noch die deutschen Mädels aus dem Bus nach Viñales. Mein Fuß spielt nicht ganz mit... ist aber ˋne super Ausrede, nicht mit den Kubanern tanzen zu müssen :D

Irgendwann fühlt Sabrina sich nicht gut... kann nicht an dem einen Caipi liegen. Es wird nicht wirklich besser, deswegen verlassen wir diese riesige Straßendisco. In der Casa angekommen, fühl ich mich auch nicht mehr so besonders. Ende vom Lied: wir verbringen abwechselnd die ganze Nacht über der Schüssel und entleeren uns des gesamten Mageninhaltes. Wir sitzen völlig fertig beim zuvor gebuchten, üppigen Frühstück und werden von den Hausdamen belehrt. Kein Fleisch und Fisch in den Restaurants... wer weiß, wann es zubereitet oder wie gelagert wurde. Ebenso keine Cocktails auf der Straße... wer weiß, was drin ist und die Eiswürfel sind meist aus Leitungswasser, dass man vermeiden sollte. Es tut mir mega leid, da ich nicht mehr als einen Tee und eine Scheibe Weißbrot in einer Dreiviertelstunde herunterbekomme. Ich hoffe hier wird nicht weggeschmissen, sondern aufbewahrt. Wir fühlen uns beide absolut scheiße und quälen uns durch die Morgen- sowie Mittagsstunden. Ich werde langsam wahnsinnig und muss raus. Herrliches Wetter. Ich schnappe mir den Reiseführer sowie Timmerberg und versuche in der Sonne etwas Kraft und Farbe zu tanken. Endlich bleibt auch das Wasser drinnen und ich schmeiß mir tonnenweise Traubenzucker rein. Bin gegen 15 Uhr wieder relativ fit und „buche“ eine weitere Nacht sowie für morgen eine Reittour durch und um Viñales. Haben ja ˋnen Tag verloren... Sabrina ist immer noch nicht richtig fit und ich schlage vor, uns hier bekochen zu lassen. Sehr empathisch bekommen wir eine Nudelsuppe, Reis und Rohkost serviert. Ich haue ordentlich rein und es tut mega gut, während Sabrina sich Löffel für Löffel reinzwängt. Gut, dass wir mit den Mädels abends zum Essen verabredet sind... Naja, gibt jetzt eh erstmal nur Wasser aus der Flasche und Vegetarisches.

Hoffe das Reiten über Stock und Stein beeinträchtigt die Gefühlslage des Verdauungstraktes morgen nicht mehr. Muss hier raus, endlich Natur sehen und erleben. Ich werde berichten...

¡Hasta luego!

Sonntag, 09.02.2020

la Habana

Bachelorarbeit abgegeben. Pünktlich am Montag. Schnell mit ´nem Sektchen angestoßen, ab nach Hause und die letzten Sachen einpacken. Dienstag morgen geht´s aufgeregt, aber mit dem herzlichen Mamataxi, ab zum Flughafen. Läuft alles super, haben uns sogar unwissentlich in die Premium Eco Class gebucht, also werden wir gut versorgt. Viele nette Leute dabei, absolute Kubafans, die sagten: Raus aus dem Hostel, rein in die Casas particulares... wussten wir doch schon. Papa hat uns ja vorbereitet, auch mit seinem Kubafilm. Wir bleiben erstmal beim Hostelleben und lassen die Casas auf uns zukommen. Obwohl wir nach dem Anblick des Gebuchten unsere Entscheidung bereuen. Ziemlich heruntergekommen. Fotos entweder vor 10 Jahren gemacht oder Photoshop Phillip war am Werk. Naja egal, Ansprüche runterschrauben und dann geht´s. Gibt ja wenigsten WiFi hier, das muss man schätzen. Gehen noch nach Empfehlung die beste Pizza im Viertel essen. Werden netterweise nochmal aufgeklärt, als wir mit CUC zahlen, dass wir aufpassen müssen. Selbst die Kubaner sagen, dass ihre Landsleute gerne die Touris übern Tisch ziehen. Etwas verwirrend mit CUP und CUC. Genießen die überraschend gute Pizza an einem absolut schrecklichen Platz voll mit Beton. Bin mir unsicher, ob es sich um eine plattgetretene Ruine oder doch eine künstlerische Darbietung handelt. Wird aber von der jungen Generation viel genutzt und wir schauen ein paar Jungs beim Baseball spielen zu. Die erste Nacht war durch einige, nervige Unterbrechungen gekennzeichnet. Drei besoffene Argentinier. Bin mir unsicher, ob die es einfach nicht hinbekamen oder ob man Spanisch einfach nicht flüstern kann. Naja da kann man die frühen Morgenstunden nutzen. Für die erste Kippe auf dem Balkon oder doch, um den angekündigten Blog zu schreiben.

Wir erwarten gerade sehnsüchtig das Frühstück im Hostel. Sabrina plant ein wenig den Tag mit Papas Lonely Planet in der Hand. Ein Tagespunkt steht schonmal fest. Visum verlängern. Irgendwo. Mal sehen. Am Flughafen konnte uns niemand weiterhelfen aber haben ja auch noch 29 Tage Zeit ;)

Planung ist etwas schwierig, da ich doch nicht so gut zu Fuß bin auf Dauer. Mal ausprobieren, was geht.

¡Hasta luego!

 

Es war ein kleines Abenteuer. Wir fragten uns durch und saßen beim zweiten Anlauf im richtigen Bus zum Immigration Office. Keiner sprach dort Englisch, doch mit unserem A1 Niveau konnten wir uns überraschenderweise erklären. Doch dann stellte sich heraus, dass man dort das Visum nicht bezahlen kann. Also ab zur Bank, um dort die Kohle loszuwerden und mit einer Art Briefmarken zurück zum Office. Natürlich erst die falsche Bank angesteuert. Dann durfte Sabrina nicht rein, weil ihre Hose zu kurz war, ich musste meine runterkrempeln und bei gefühlten 40 Grad die Regenjacke anziehen. Ich war etwas verwirrt, da in der Bank die Mitarbeiterinnen, in Minirock und mit Ausschnitt bis zum Bauchnabeln rumliefen. Naja muss nicht alles Sinn im deutschen Hirn machen. Also zurück zur Immigration Office. Wieder ˋne halbe Stunde warten, um dann zu erfahren, dass man das Visum erst drei Tage bevor das alte ausläuft, verlängern kann. Also der ganze Spaß (4 Stunden!!!) umsonst. Aber hey, die Stamps haben wir ;) Die Fahrt zurück im normalen Linienbus war ein Abenteuer. Viel zu voll aber niemand akzeptiert das. Teilweise gingen die Türen nicht zu und die Leute hingen aus dem Bus heraus. Ein anderes Level als der 186er zur Schule damals... wir sind trotzdem direkt durch bis nach Habana vieja. Noch ein bisschen Sightseeing und was essen, mehr ging nicht. Mein Fuß macht nicht so ganz mit wie geplant. Wir genossen noch den Sonnenuntergang an der Avenida del Puerto mit leider einigen nervigen Anmachen. Ich hätte mir die Haare dunkel färben sollen... Abends haben wir mit ein paar Leuten aus dem Hostel mal richtig im Localstyle gegessen und den ersten Mojito getrunken, es war sehr gut!

Donnerstag ging es erstmal zum Busbahnhof, um die Tickets nach Viñales zu buchen. Hatten zum Glück Unterstützung von einer Kubanerin, die einen Freund hier im Hostel besuchte. Auf dem Weg ging es natürlich zum Plaza de la Revolución und das typische Touribild vor dem großen Che durfte auch nicht fehlen ;) Anschließend ab nach Habana Vieja zurück, wo wir uns zum Lunch trafen. Endlich habe ich mein erstes Pils bekommen. Abends ging es mit fast dem ganzen Hostel wieder zum local Restaurant und anschließend zur Fábrica de Arte Cubano. Mischung aus Museum und Disco mit verschiedenen Floors und Livemusik. Super interessanter Laden und alle hatten Spaß, doch tanzen war nicht so drin. Habe mich mit Mojito und Zigaretten auf der Terasse vergnügt.

Der nächste Morgen begrüßte uns mit grauem Himmel und Regen... also doch kein Beachday, aber eine gute Chance für Tourizeugs. Haben uns zwei Mädels aus dem Hostel geschnappt und sind zum Museo de la Revolución. Beeindruckende Geschichte, viele interessante Fotos und zerschossene Autos.

Anschließend ließen wir uns ohne wirklichen Plan durch Habana vieja treiben und entdeckten eine Menge cooler Orte. Mit dem Bus zurück noch ˋnen Kaffee trinken gehen im absoluten Hipstercafé... Hammer verrückter Laden. Wir entdeckten die Rooftopbar und entschieden uns im Nebel des tosenden Meers doch noch einen Cocktail zu gönnen. Es war so herrlich, dass wir vollkommen die Zeit vergaßen.

Heute geht’s nach Viñales. Mal raus aus der riesigen Stadt und rein in die Natur. Ich bin gespannt.

¡Hasta luego!

Samstag, 02.04.2016

Von Trauminseln voller Euphorie nach Bangkok

Okay Papa hatte recht, Koh Phi Phi lohnt sich leider nicht mehr. Kleine Insel viel zu teuer und viel zu viele Menschen mit Buckets (kleine Plastikeimerchen mit Alkohol) in der Hand. Bin nur zwei Nächte dort geblieben und habe den vollen Tag am Longbeach verbracht. Leider habe ich mal wieder gelernt, dass man sich nicht auf jeden verlassen kann. Auf dem Longtailboot dorthin habe ich zwei Mädels kennen gelernt mit denen ich mich am Nachmittag treffen wollte um zusammen zum Maya Bay zu fahren, da es für mich alleine zu teuer gewesen wäre. War dann um zwei am Treffpunkt, habe 1 1/2 Stunden gewartet und niemand ist aufgetaucht... Naja hab dann ne Gruppe von Leuten angesprochen die zu einem der Boote hin sind und habe gefragt wo sie hinfahren und ob ich sie begleiten dürfte. Alles richtig gemacht! Coole nette Leute mit denen ich ein paar nette Stunden am Monkey Beach verbracht habe. Doch durch das Erlebnis in Ubud habe ich echt Angst vor den Affen bekommen und dann klaut mir einer noch meine Wasserflasche aus der Hand und faucht mich an. Der letzte Abend wurde in der Banana Bar verbracht, danke an Lena für den Tipp, habe total coole schwedische Mädels kennen gelernt, die mich sofort in ihre Herzen geschlossen haben. 

Auf Koh Lanta habe ich mich mit meiner Reisepartnerin Doreen getroffen, die ich über Facebook kennen gelernt habe wegen gleicher Reisepläne. Haben uns sofort super verstanden und am nächsten Tag die Insel mit Rollern erkundigt. Lea das erste mal aufm Roller... Aber hat alles geklappt und hat mir mega Spaß gemacht. Mit Karte bewaffnet jeden geilen Strand angesteuert, mit glasklarem Wasser und kaum Menschen und zufällig eine geile Reggae Bar gefunden mit der geilsten Lage überhaupt, direkt am Strand in einem kleinen Bay. Und dann macht der Typ auch noch SOJA an. Ich konnte es nicht fassen. Mein Gott war das geil. Mal wieder ein Moment voller Euphorie. "We don't remember days, we remember moments"
Ab in den Golf von Thailand! Erster Stopp Koh Tao. Wieder eine total schöne kleine Insel, die mit Rollern erkundet wurde und mit dem Boot auf einem Schnorcheltripp um die Insel herum. Coole Leute getroffen, die direkt mit nach Koh Phangan genommen wurden. 

Haben das perfekte Hostel gefunden, von einem italienischen, super gechillten Pärchen mit der besten Atmosphäre und den coolsten Leuten. 

Der erste Sonnenuntergang wurde in der Amstardam Bar genossen. Geile Sicht aber die Location hat leider nichts mit Amsterdam zu tun und wird meiner Meinung nach zu unrecht so gehypet. Wieder die Inselerkundung mit Rollern, am ersten Tag die Westseite mit den zwei Mädels, die wir von Koh Tao kannten. 

Der letzte gemeinsame Tag mit Doreen wurde an den übrigen Stränden der Insel verbracht. Immer mal wieder trifft man Leute aus dem Hostel an den Stränden und zum Sonnenuntergang wurde sich jeden Tag auf dem Secret Mountain getroffen. Wie die Amstardam Bar, eine Bar auf einem Berg mit Pool, geiler Sicht über die Insel und aufs Meer. Doch viel geilere Location, mit mehreren Podesten, wo man mit seiner Gruppe unter sich ist und angemessenen Preisen. Aber wie man Lea ja kennt schmeißt sie gerne was runter. Doch diesmal kein Glas sondern das Portemonnaie vom höchsten Podest die Klippen runter. War eine spannende Kletteraktion barfuß, doch die anderen hatten Spaß... 

Die beiden letzten Inseltage wurden mit neuen Freunden an den favorite beaches gefeiert.

Die Abende und Nächte wurden grundsätzlich in der Cosy Bar verbracht. Eine winzige Bar komplett aus Holz direkt am Wasser. Egal wann man dort hingegangen ist, man hat immer jemanden vom Hostel dort getroffen. Und wenn der Besitzer mal kein Bock mehr hatte, wurde Licht und Musik ausgemacht aber verbringen durfte man die ganze Nacht da. Da hat sich Leas eigenes Weihnachtsgeschenk gelohnt. Direkt den Speaker rausgeholt und SOJA angemacht. Wieder ein geiles Plätzchen mit super Atmosphäre und schönen Gedanken... "Das Leben ist schön jaja" 

Am Tag der Abreise wurde der Inselurlaub in der Cosy Bar mit einen leckeren Mangoshake und vielen Zigaretten, wie immer, gut abgeschlossen. 
Dann hieß ab nach Bangkok! 
Ich bin sehr froh, dass Bangkok der letzte Stopp der Reise ist, da es mir echt nicht gefällt, voll, stickig, dreckig... und so fällt der Abschied leichter und die Freude auf Familie und Freunde steigt noch mehr. Natürlich freue ich mich die ganze Zeit auf alle Leute, doch ich hätte gut noch ein paar Wochen auf den Inseln verbringen können. Man war das schön. 

Das Standardtourizeug wurde erledigt, Tempel Besichtigungen, Shopping und leckere Getränke. Doch mit sehr netter Begleitung, einem spanischen Pärchen und zwischendurch weiteren Freunden von den beiden. Jetzt lasse ich die letzten 1 1/2 Tage mit Blog schreiben, noch mehr Shoppen und der finalen Thaimassage morgen entspannt ausklingen, bevor es Montag in den Flieger nach Hause geht. 
Lea :) 
Mittwoch, 16.03.2016

Vom Le Meridien zu Mr. Long

Zum Glück bin ich nach der ersten Nacht im Guesthouse in ein Hostel in Chiang Mai umgezogen! Sofort nette Leute kennen gelernt. Samstag Nachmittag wurde ich dann direkt auf eine Poolparty mitgenommen in einem 5-Sterne-Hotel. Sobald ich die Lobby betreten habe, dachte ich nur "Hilfe ich gehöre hier nicht hin!". Also sowas habe ich echt noch nicht erlebt, es gibt einen Angestellten auf jeder Etage der dir den Knopf für den Aufzug drückt. Aber der Pool war bei 38 Grad perfekt mit geiler Aussicht über Chiang Mai. War echt strange für mich aber wir hatten viel Spaß mit den Leuten aus dem Hostel. Am nächsten Tag ging es dann in ein Elefantenreservat mit Alix, eine super nette Französin, die mich sofort so lieb im Hostel empfangen hat. Wir hatten einer super Tag und verdammt viel Spaß! Die Elefanten gefüttert, gestreichelt, mit ihnen gebadet und den Wasserfall mit Klippenspringen genossen!
Dann ging es auch schon ab in den Süden nach Krabi, noch ein Mal Strandurlaub genießen bevor es bald ja schon zurück geht.

Direkt den Strand hier ausgenutzt, obwohl ich vom Ao Nang Beach echt enttäuscht bin, absolut nicht schön und das Wasser ist dreckig und unglaublich warm. Hatte aber trotzdem einen coolen Strandtag. Ich war so neidisch auf ne Gruppe von Jungs mit nem Fußball... mein Gott vermisse ich das Zocken. Aber bin über meinen Schatten gesprungen und hab einfach mal gefragt ob ich mitspielen darf... Hab alles richtig gemacht, hatte nen coolen und mal wieder sportlichen Tag mit den schwedischen Jungs. Wäre noch Platz in meinem Bachpack, hätte ich auf jeden Fall auch nen Ball dabei! 


Endlich habe ich die geilen asiatischen Reggaebars wieder! Hatte gestern einen unglaublich coolen Abend, mit total netten Leuten und dem coolsten Barbesitzer Mr. Long, "small but spicy"! Total nette kleine Bar mit super Livemusik.
Im Hostel ist leider eine absolute scheiß Atmosphäre, jeder bleibt nur für sich, also nichts zum Leute kennen lernen... Leider. Doch heute auf meinem 4-Island-Trip habe ich wieder zwei nette deutsche Mädels kennen gelernt und mit denen den Tag verbracht. Es war echt total geil, glasklares Wasser, eindrucksvolle Inseln, ganz viele Fische und super Wetter... Also auch schön nen Sonnenbrand geholt.
Jetzt lasse ich den letzten Abend in Ao Nang, bevor es morgen nach Malle 2 Phi-Phi Island geht, in meiner neuen Lieblingsbar ausklingen.
Bin mal gespannt wie ich es finde morgen, aber die Insel selber soll trotzdem immer noch super schön sein.
Liebste Grüße von Mr. Long und meiner Wenigkeit! :)

Leider klappt es hier nicht mit den Bildern, WLAN ist immer zu schwach. Ich versuche es immer wieder und hoffe, dass es bald klappt!

Freitag, 11.03.2016

Goodbye Australia - Hello Thailand

So da melde ich mich auch mal wieder. Australien ist vorbei, doch mit gutem Abschluss. Ich kann auf eine sehr gute Zeit zurückblicken, auch wenn es nicht immer so einfach war, aber ich bin daran gewachsen und habe viel gelernt. 

In Melbourne habe ich viele bekannte Gesichter wieder getroffen, gute Freunde, die man hoffentlich irgendwo auf der Welt wieder sieht. Aber auch viele neue tolle Leute kennengelernt, mit denen ich viele Stunden auf dem hosteleigenen Rooftop verbracht habe. Den Leuten aus Cairns und der Lena muss ich ganz besonders danken, sie haben mir die letzten Tage besonders gemacht, richtige Freunde! Aber dadurch fiel der Abschied noch schwerer. Lena habe ich in Brisbane kennen gelernt und wir beide haben sofort gemerkt "das passt verdammt gut!" und ich hoffe wir verlieren uns nicht aus den Augen. 
So dann ging es auch schon in den Flieger nach Bangkok, wo ich ganz herzlich von Henk und seinem Bonsai in Empfang genommen wurde. Das erste Wochenende war schon geplant, Henk hatte zwei Auftritte mit seiner Band in Ratchaburi, 40 km westlich von Bangkok. Ein deutscher Poolbauer hat seinen Geburtstag im großen Stil nachgefeiert und sein Sohn, halb deutsch halb Thai, ist Mönch geworden und für eine kurze Zeit in den Tempel gegangen. Dafür gab es dann am Samstag eine Riesen Party. Ich bin echt begeistert von der Mucke, hat mir totalen Spaß gemacht und die Bandmitglieder sind irgendwie schräg aber total nett. 

Die Preise hier sind für mich der Himmel nach Australien, das musste ich auch direkt mit dem Zigarettenkonsum ausnutzen. 

Nach dem Wochenende ging es dann ab nach Phetchabun zum Henk nach Hause. Super schönes Häuschen hat er da, mit ganz vielen süßen Wauwaus.

Wir haben noch schöne entspannte Tage gemeinsam verbracht und sind noch hoch in die Berge gefahren, geile Landschaft und ein unglaublich kunstvoller Tempel, bevor die gemeinsame Zeit leider früher zu Ende war als geplant und Henk nach Deutschland musste. Das heißt Thailand muss jetzt auch alleine bereist werden. Bin etwas aufgeregt. Wurde gestern vom Bassisten der Band, nachdem wir Henk zum Bus nach Bangkok gebracht habe, mit nach Sukhothai genommen, von wo ich heute einen Bus nach Chiang Mai genommen habe. Hat alles gut geklappt, doch hier fällt es mir schwerer alleine loszuziehen. Ich hoffe man trifft wieder nette Leute morgen im Hostel. Habe mir erst ein Privatzimmer in einem Guesthouse genommen, aber da bin ich doch lieber in einem Hostelzimmer und habe Gleichgesinnte um mich herum. 

Habe mich heute Abend auf den Weg zum Nightbazar gemacht. Absolute Reizüberflutung und Shoppingparadies zugleich. War doch etwas zu viel für mich und bin schnell in eine Seitenstraße geflüchtet, lecker beim Thai essen. 

Nächste Woche geht es dann ab in den Süden und zum Schluss nach Bangkok, von wo es dann ja auch zurück nach good old Germany geht. Bin sehr traurig, dass die Reise dem Ende zu geht, aber freue mich total auf die Familie und guten Freunde zu Hause! 

Liebste Grüße 

Lea :)
Mittwoch, 30.12.2015

Bilder zum letzten Post

 [caption width="175" align="alignnone"] Magnetic Island Forts Walk[/caption]  
[caption width="233" align="alignnone"] Cape Tribulation Beach[/caption]  [caption width="233" align="alignnone"] Sunset aufm Segelboot[/caption]  
[caption width="233" align="alignnone"] Magnetic Island[/caption]  [caption width="233" align="alignnone"] Whitehaven Beach[/caption]  
[caption width="233" align="alignnone"] Daintree Rainforest[/caption]  [caption width="233" align="alignnone"] Cape Tribulation Beach[/caption]  
[caption width="233" align="alignnone"] Cairns Great Barrier Reef[/caption] 
Montag, 28.12.2015

Das Leben ist schön, jaja...

So da habe ich endlich mal wieder Zeit gefunden die letzten Wochen Revue passieren zu lassen und euch dran teilhaben zu lassen. 
Ja zu Cairns weiterhin kann ich nur sagen: es war ne verdammt gute Zeit! Der Ort an sich ist nicht besonders aber die Umgebung, die Tablelands, die ganzen Wasserfälle und die Leute die diesen Ort zu etwas Besonderem gemacht haben. Ich habe viele gute Freunde gefunden... echt klasse Menschen, die ich hoffentlich hier oder in Europa wieder treffen werde. Aber dadurch war es echt schwer Abschied zu nehmen. Irgendwann hab ich auch angefangen im Hostel für free accomodation zu arbeiten. Wir haben ab und zu mal Ausflüge zu Wasserfällen etc. gemacht oder einfach nur den ganzen Tag zusammen im Pool geplantscht und es uns gut gehen lassen. Gegen Ende in Cairns habe ich noch einen Trip zum Great Barrier Reef gemacht und war zum ersten Mal tauchen. Ein ziemlich geiles Erlebnis, jetzt kann ich die Leidenschaft von Karin und Tim endlich richtig nachvollziehen. Man taucht ein in eine komplett andere Welt von unglaublichen Farben und Wesen. Ich werde es bestimmt wieder irgendwo machen. 

Die andere Tour ging über Port Douglas zum Mossman Gorge zum Daintree Rainforest hoch nach Cape Tribulation. Auch ein besonderes Erlebnis. 

Zwei Mädels aus dem Hostel haben hintereinander in Kuranda an einem deutschen Würstchenstand gearbeitet. Ein Highlight für alle wenn Reste mitgebracht wurden... endlich mal wieder deutsche Würstchen! Einen Tag bin ich dort hingefahren und hab Anne bei der Arbeit besucht und mir das kleine Örtchen Kuranda mal angeschaut. Ich hab mich geärgert, dass ich nicht früher und öfter mal dahin bin. Drei kleine Märkte mit Hippie-Scheiß und allem möglichen anderem Zeug. Aber die Atmosphäre hat es dort irgendwie besonders gemacht. Die Leute die dort leben und arbeiten und ihre Stände haben waren so herzlich und offen aber schräg und es hat einfach Spaß gemacht zu gucken zu quatschen und natürlich auch ein wenig zu shoppen. Ich wurde von drei alten verbrauchten Frauen zu einer Zigarette auf der Bank vor ihrem Stand eingeladen. Total schräge Gestalten aber einfach gut drauf, hatten Spaß an ihrem Leben und den Menschen die sie dort in ihrem kleinen Örtchen besuchen kommen. Ich hab mir auf jeden Fall einen schönen Tag gemacht mit Eis, shoppen und vielen Konversationen mit locals. 
Mitte Dezember ging es dann auch weiter nach Townsville. Leider mit dem Bus, da es mit dem Autokauf nicht geklappt hat. Achja und das mit dem Job hat sich auch erledigt... ich hoffe, dass Tabak meine einzige große Ausgabequelle bleibt und ich es ohne weiteren Job hinbekomme. 

In Townsville bin ich eine Nacht geblieben und dann von da aus mit der Fähre nach Magnetic Island. Eine total schöne kleine Insel mit vielen kleinen schönen Buchten und Wanderwegen. Hab mir einen Tag ein Fahrrad geliehen und bin den größten Teil der Insel mal abgefahren. Am Abend hab ich zwei deutsche kennen gelernt, die sich in Cairns getroffen haben und jetzt ein wenig zusammen die Ostküste runter reisen. Jule, auch gerade Abi gemacht, bereist die Ostküste bevor sie bald in Perth auch einen Au Pair Job antritt und Ivo ist schon seit neun Monaten hier und reist und arbeitet und reist und arbeitet. Er hat aber auch keine Probleme mit der Zeit und dem Visa, da er durch seine Mutter auch einen australischen Pass hat. Am nächsten Tag bin ich mit den beiden einen der Wanderwege gelaufen mit unglaublicher Aussicht am Ziel und verdammt viel Spaß. Ja und am Abend wurden wir Damen vom Koch Ivo bekocht. Wir durften nicht helfen, nur zugucken und abwaschen. Das war auch so herrlich, in einer kleinen doofen Hostelküche rennt ein Typ hin und her, schneidet Knoblauch in ner Sekunde und bereitet eine Mahlzeit in drei Pfannen und vier Töpfen zu. Aber war echt verdammt lecker. Haben dann noch einen schönen letzten gemeinsamen Abend auf Magnetic Island verbracht und sind am nächsten Tag alle weiter nach Airlie Beach, nur mit verschiedenen Bussen. 

Airlie Beach ist ein absoluter Party Ort... Nicht ganz so meins aber trotzdem ganz schön. Hab dann noch mit Ivo und Jule den letzten Abend beim Bierchen verbracht. Der Abschied fiel mir etwas schwer, weil ich mich mit den beiden echt super verstanden habe und wir echt ne gute Zeit miteinander verbracht haben, aber auch bei denen hoffe ich, dass man sich bald wieder sieht. 

Ich bin zwei Nächte in Airlie Beach geblieben und hab dann von da aus vom 21.-23.12. eine Segeltour zu den Whitsunday Islands gemacht. War auch mal ne Erfahrung ein kurze Zeit auf einem Segelboot zu leben... Mit Tabletten gegen Seekrankheit ging es. Es war echt schön, ne coole Gruppe, unglaubliche Schnorchelspots, Sonnenuntergänge auf dem Wasser und das Highlight der Whitehaven Beach. Top 5 der schönsten Strände der Welt, glasklares Wasser und weißer Pudersand. Traumhaft. Nur leider ist hier ja gerade Sommer und deswegen Quallensaison, weswegen man nur mit "Stingersuits" ins Wasser kann. 
Am heiligen Abend ging es dann noch schnell zur Post, mein Knöllchen bezahlen, welches ich in Perth bekommen habe und dann weiter mit dem Bus nach Agnes Water. Die Australier feiern Weihnachten erst am 25. und am 24. abends wird eigentlich nur gesoffen... 

Ich bin dann nachts hier in Agnes Water angekommen in einem Hippiehostel. Total schön hier, klasse Atmosphäre und super nette Menschen. Inhaber Oscar, ein 25 jähriger Rastamann, der nach 5 Jahren Backpacking um die Welt hier das Hostel übernommen hat und echt einen sehr guten Job macht. Ich wurde am 25. dann direkt mit zum Weihnachtsschwimmen genommen, 5 Minuten zu Fuß zum Strand. Mittags gab es dann Lunch für alle von den Eltern, die über die Feiertage zu Besuch gekommen sind und der Abend wurde wieder am Strand verbracht. Am nächsten Tag habe ich kurzfristig einen Housekeeping/Cleaning Job übernommen und mein Knöllchen wieder rausgeholt. Am Abend sind wir mit ein paar Leuten vom Hostel nach Seventeen Seventy gefahren, da dort der einzige Ort an der Ostküste ist, wo man den Sonnenuntergang über dem Meer sehen kann. Agnes Water ist so ein kleines Surferparadies, wo die wohlhabenden Australier dann in den Ferien in ihre "Häuschen" kommen, die ich den einen Tag geputzt habe... Aber da hier halt kaum was los ist, sind Surfstunden super billig und die Chance habe ich natürlich auch genutzt, mit deutschem Surflehrer hier aus dem Hostel. Es war super cool, hat mega Spaß gemacht und hat sogar besser geklappt als ich dachte. Will es auf jeden Fall noch mal irgendwo machen. Am Nachmittag bin ich mit Oscar, seinem Bruder und noch einem Holländer mit Surfbrettern, Frisbee und Hund in einer ziemlich geilen Karre zum Strand weiter weg gefahren und wir haben einen sehr entspannten schönen Tag gehabt. Papa ich muss ganz ehrlich sein... Ich weiß nicht ob ich deinen Landcruiser geiler finde oder den hier... Bei dem Bild kannst du es vielleicht verstehen. 
So dann geht es heute Nacht auch weiter nach Rainbow Beach und von da aus über Silvester nach Fraser Island. 
Ich wünsche euch allen noch frohe Weihnachten, ich hoffe ihr hattet schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2016! 
Liebste Grüße 

Lea :) 
Dienstag, 15.12.2015

Mit Verspätung...

Eigentlich der Eintrag vom 15.11. aber das Internet hat in Cairns nicht so mitgemacht. Will aber nicht alles neu schreiben. 
Tut mir leid, dass hier so lange nichts kam, aber ich wollte euch echt nicht mit meinem Alltag dort langweilen... Zu der Zeit in Perth in der Familie gibt es nicht viel zu erzählen. Hatte aber noch geile Wochenenden bevor es weiterging. Ein Wochenende habe ich einen Roadtrip zu den Pinnacles gemacht mit zwei Jungs die ich im Hostel kennengelernt habe, Mario und Marvin. Hat richtig Spaß gemacht, einfach ins Auto gesetzt und spontan überlegt "wohin geht's denn jetzt?" einziger Plan war irgendwann zu den Pinnacles zu kommen. Ziemlich geile Strecke hoch in den Norden, absolut nichts los, ganz viele einsame Strände. Auf Hannahs Empfehlung hin haben wir einen Stopp in Lancelin gemacht um dort mal sandboarding auszuprobieren. Hatte aber im Endeffekt mehr Spaß an der Landschaft und an der Aussicht als am sandboarding. Als wir aus dem kleinen Örtchen wieder raus sind kam ein Schild "next services 88km"... Meine Reaktion "Jungs wart ihr genug tanken?". Wurde vorher von Jan gewarnt wie es ausgehen kann wenn Kerle nen Roadtrip planen... Man(n) gibt das falsche Ziel ins Navi ein oder vergisst Geschirr etc. mitzunehmen wenn man Zelten geht... Ist aber alles gut gegangen! Haben dann ab und zu noch mal angehalten und uns an nen Strand gesetzt bis wir dann perfekt zum Sonnenuntergang an den Pinnacles waren. Danach dann schnell mit wikicamps einen Campingplatz gesucht in Cervantes und den Abend mit nem Bierchen und Abendessen ausklingen lassen. Sonntag ging es dann ganz entspannt mit vielen Raucherpausen zurück. 
Dann hieß es auch Abschied nehmen von der Familie und Cali. Sich von der Familie zu verabschieden war nicht schwer aber mich von Cali zu verabschieden tat schon weh. Hätte sie so gerne mitgenommen. 
Habe in Cairns im Hostel sofort Anschluss gefunden, alles super nette Leute. Bin aber mit Abstand die jüngste... Fängt hier bei 24 an und hört bei Anfang 30 auf. Haben uns Donnerstag spontan ein Auto gemietet und sind nach Port Douglas gefahren, Freitag in die Tablelands und Samstag nach Palm Cove. Hat echt richtig Spaß gemacht mit den Leuten und war cool schon etwas die Umgebung von Cairns zu erkunden... Sehr schöne Landschaft und die Strecke nach Port Douglas ist die ganze Zeit am Wasser entlang. Schwimmen kann man in Cairns nur in der Lagune wegen Krokodilen und sonst an den Stränden nur in so abgetrennten Bereichen wegen tödlichen Quallen.

Ich bin so froh endlich wieder das Hostelleben genießen zu können. Aber da geht dann auch sofort die Raucherei wieder los... Aus unserer Gruppe die abends immer zusammen sitzt raucht nur eine nicht... Gut, dass ich einen Vorrat geschickt bekommen habe... Der ist jetzt nur auch schon wieder weg... Bin dann auch auf selber drehen umgestiegen. Tut mir leid Mama aber lässt sich im Hostel nicht vermeiden... 
Bin hier schon fleißig auf Autosuche aber stellt sich doch etwas schwieriger an als gedacht... Aber abwarten... Geplant ist noch nichts wirklich außer Auto kaufen, Job suchen und dann irgendwie irgendwann die Ostküste runter.
Werde mich hier jetzt hoffentlich wieder etwas öfter melden... Jetzt gibt es endlich wieder was zu erzählen! 
Liebe Grüße aus Cairns

Lea :) 

 [caption width="233" align="alignnone"] Sandboarding Lancelin[/caption]  
    
[caption width="233" align="alignnone"] Pinnacles[/caption]    
    
  [caption width="131" align="alignnone"] Swan River Stand-Up-Paddling[/caption]  
[caption width="233" align="alignnone"] Cottesloe Beach[/caption]    
[caption width="233" align="alignnone"] Fremantle[/caption]  [caption width="233" align="alignnone"] Port Douglas[/caption]  
  [caption width="260" align="alignnone"] Tablelands [/caption]  
   

Freitag, 11.09.2015

Vom Hostelleben zum Familienleben 

Wie klein die Welt doch ist habe ich Sonntag wieder gemerkt... Ja okay ich habe geschummelt... Ich wusste, dass Lara und Sophie, zwei Mädels aus meiner Stufe, am Sonntag nach Perth kommen und auch in mein Hostel. Bin dann noch etwas da geblieben um sie zu überraschen. Als sie rein kamen war die erste Frage "hä was machst du denn hier???". War ein nettes Wiedersehen, habe sie aufs Hostelleben vorbereitet, was dann auch schnell beendet wurde durch einen Autokauf. Haben dann noch etwas gequatscht und ich haben ihnen die City kurz gezeigt. Danach bin ich dann nach Attadale gefahren, denn ich hab endlich einen Job gefunden und lebe seit Sonntag bei einer Familie hier. Eine super nette und lustige indische Familie, Mutter, ein Sohn 10 und zwei Töchter 13&14 und ein Hund ? muss hier morgens mit denen aufstehen, Frühstück vorbereiten, nachher sauber machen, mit dem Hund raus und abends kochen, eben so den Haushalt schmeißen... Gute Übung. Ich kam am Sonntag mit meinem Backpack hier an (ich muss aufhören zu shoppen... Platz ist schon knapp und tragen wird auch langsam echt hart) und alle total im Stress. Die Mutter ist kurz vorher erst aus Kapstadt wiedergekommen, ihr Mann lebt dort, und es musste noch ein Zimmer für mich her, bin das erste Au Pair... Mama sagt "ist doch gut, kann man nicht verglichen werden aber setz die Latte mal schön hoch". Klar was ne Frage :D Mussten dann zusammen noch das Büro ausräumen und Bett aufbauen... Ich freu mich endlich mal wieder ein eigenes Zimmer zu haben und nicht nachts von Schnarchern oder besoffenen room mates geweckt zu werden bzw dieser selber zu sein und versuchen möglichst leise zu sein... :D aber mir fehlt das Hostelleben echt sehr... Ich vermiss die ganze Leute und einfach die Atmosphäre... Wenn du nicht alleine sein willst bist du das auch nicht, kannst dich einfach irgendwo dazu setzen, wirst herzlich empfangen und hast nen coolen Abend. Hier bin ich eben den ganzen Tag alleine bis die Kinder von der Schule kommen aber die sind jetzt auch nicht sehr unterhaltsam... Gucken lieber "Suits" und sitzen vor ihren Handys. Hab mich noch nicht getraut zu fragen was sie mal von nem Gesellschaftsspiel halten würden... Vielleicht gibt es "Mensch ärgere dich nicht" ja als App?!

Ich bin echt nicht mehr drauf eingestellt um halb acht aufzustehen... Leg mich wenn die weg sind auch immer noch mal für ein Stündchen hin... Das ist aus der Abizeit und der Zeit danach irgendwie hängen geblieben. Danach geht's dann ans Saubermachen etc. aber mit der richtigen Musik geht das, dank SmartTV, YouTube, guten Künstlern und freistehendem Haus. 

Aber hatte einen sehr netten Abschiedssbend mit zwei Jungs ausm Hostel die sich nun auf die Weiterreise gemacht haben. Die sind hier nach Attadale gekommen und wir sind zum Swan River, mit dem Auto 2 min von mir aus. Haben uns deren Campingstühle geschnappt und uns auf die Wiese direkt ans Wasser gesetzt mit Blick auf die beleuchtete Skyline von Perth... Traumhaft. Wurde nur irgendwann arschkalt. 

Mittwoch war Hammer Wetter und ich bin mit dem kleinen nachmittags zum Strand zu Hannah, Lara und Sophie. Sonnenuntergang gucken und die letzte Zigarette genießen. Ich bin mal gespannt ob das klappt. 

Gleich geht es zurück in die alte Heimat, das Billsbong Backpacker Resort. Anne und Lea sind nämlich heute zurück nach Perth gekommen und wir müssen uns natürlich sofort wiedersehen. Da ich aus Perth nach elf nicht mehr nach Hause komme, darf ich heute das Auto von der Mutter haben. Bin mal gespannt ob das funktioniert mit dem Linksverkehr... Aber Lisa, also die Mama, hat gesagt, dass es ein Automatikwagen ist und eigentlich alleine fahren könnte mit dem ganzen schnick schnack. Aber wenn ich ehrlich bin würde ich hier lieber mit Papis Landy rumcruisen. Die gibt es hier auch massenweise aber Papis ist echt der coolste! Bei der ersten Familie mit der ich mich getroffen habe wegen des Au Pair Jobs hätte ich sogar einen fahren müssen, aber als Familienkutsche genutzt... Das macht das Feeling irgendwie kaputt wenn man im Rückspiegel immer die Kleinen in ihren Kindersitzen sieht.
Na endlich, das mit dem kommentieren klappt ja :) vielen Dank :) 

Und habt ihr euch schon die Bilder von der Abschiedsparty auf Papas Seite angeguckt? Gebt mal Rückmeldung... 
Liebste Grüße aus Attadale 

Lea :)  

    
    
 
   
    
 

Donnerstag, 27.08.2015

Erste Eindrücke von Australien

Vor fast einer Woche bin ich hier in Perth angekommen. Nach zwei Monaten hab ich endlich Hannah wiedergesehen.Sie ist direkt nach dem Abiball nach Australien geflogen und lebt hier bis Dezember in einer Familie als Au Pair. Sie war so nett und hat mich mitten in der Nacht vom Flughafen abgeholt und zum Hostel gebracht. Habe hier direkt eine Brasilianerin auf meinem Zimmer kennen gelernt, die hier nun studiert und noch auf der Suche nach einer WG ist. Wir haben uns direkt super verstanden und haben zusammen gekocht... Jan hatte recht... das erste was gekocht wird ist Pasta mit Tomatensauce... Samstag hat Hannah mir ein bisschen was von Perth gezeigt und wir mussten natürlich ganz viel quatschen. Gab ja viel neues und aufregendes zu erzählen aus den letzten paar Wochen. Es tat so gut mal wieder was mit ihr zu unternehmen. Sind dann abends auch direkt zusammen feiern gegangen. Hannah kam mit dem Auto zum Hostel und anstatt Alkohol zum vorglühen gab es Schokolade und natürlich TimTams!!!!!! Haben dadurch direkt neue Freunde gefunden, zwei deutsche Mädels, Ann und noch ne Lea, hier aus dem Hostel. Haben sie direkt mit zum feiern genommen. Nur an die australische Feierkultur muss ich mich erst noch gewöhnen. Aber wir vier Mädels hatten richtig Spaß zusammen. Wir verstehen uns die ganze Zeit richtig gut und haben schon viel zusammen unternommen. Dienstag war super Wetter und wir sind nach Rottnest Island rüber. Ein Traum diese Insel. Dort stand eine Fahrradtour an und wir mussten alle 200 Meter anhalten um Fotos zu machen und wir haben endlich auch Quokkas gesehen!!! Die Reise wird leider nicht zusammen weitergehen weil wir doch unterschiedliche Pläne haben aber vielleicht treffen wir uns auf dem Weg mal und wenn nicht auf jeden Fall wenn wir alle zurück in Deutschland sind. Ist zwar doof, weil wir deswegen fast nur deutsch reden aber haben bald ja noch genug Zeit für Englisch und es ist am Anfang etwas entspannter. Ich bin auf der Suche nach einem Au Pair Job, habe schon tausend Bewerbungen geschrieben, es sind einfach zu viele hier die das gleiche tun wollen. Da die Suche doch etwas länger dauert, bleibe ich noch anderthalb Wochen hier und hoffe in der Zeit etwas zu finden. Aber das Hostelleben gefällt mir super, man trifft jeden Tag jemand Neues, unterhält sich kurz und bekommt immer irgendwelche neuen Tipps und Vorschläge was man gesehen bzw gemacht haben muss. 

Heute war super Wetter und wir waren am Strand in Cottesloe, den mir Hannah Sonntag schon gezeigt hat. Aber zum schwimmen ist es mir noch zu kalt... ist immerhin Winter. Hab mir auch direkt am Samstag erst mal noch einen Pulli gekauft, weil ich für dieses Wetter nicht gepackt habe... eher so für Balitemperaturen.
Morgen geht's in einen National Park mit Andre, ebenfalls aus Deutschland der sich unserer Mädelsgruppe angeschlossen hat... Auch total nett, sind ne coole Gruppe. Es ist echt toll sofort so coole Leute zu treffen mit denen man sich gut versteht und viel unternimmt, weil dadurch einem das anfängliche Heimweh etwas genommen wird... Sind ja alle in der gleichen Situation. Aber manchmal ist es doch schwer, vermisse so manche von euch sehr... Aber wir leben ja im 21. Jahrhundert und können uns wenigstens per Skype sehen und quatschen. Wurde auch schon ordentlich ausgenutzt. 

Apropos moderne Technik und so... Hab eine neue australische Nummer, wer sie haben will kann sich melden aber bei whatsapp bleibt die alte. Achja und Papa hat die Bilder von der Abschiedsparty auf seine Seite hochgeladen http://www.tobifilm.de//pages/allerleiphotos.php?cat=/Lea 
Ich freu mich über jeden Kommentar aber so langsam würde ich mich mal über Kommentare von meinen Leuten freuen und nicht nur von der Family :D 
Ganz liebe Grüße aus Perth

Lea :)  

    
Rottnest Island

    
 
Kings Park mit Blick über Perth